ECHO 2026: Forschungsperspektiven für die Kreislaufwirtschaft

Wie sieht unsere Zukunft mit Kreislaufwirtschaft aus?

Ressourcen sparen, Entsorgung vermeiden, Umwelt schonen: Die Vorteile der Kreislaufwirtschaft liegen auf der Hand. Doch wie gelingt es, tragfähige Konzepte zu entwickeln und kreislaufbasierte Prinzipien dauerhaft in Wirtschaft und Gesellschaft zu verankern?

Das zweitägige Symposium „Sustainability and the Circular Future with UniGR-CIRKLA“, das am 14. und 15. September im Rahmen der UniGR-Veranstaltungsreihe „ECHO“ an der Universität des Saarlandes stattfand, brachte rund 75 Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik und Industrie aus der Großregion und darüber hinaus zusammen, um diese Fragen gemeinsam zu beleuchten.

 

 

Universitätspräsident Prof. Dr. Ludger Santen, der saarländische Finanz- und Wissenschaftsminister Jakob von Weizsäcker und Cornelia Schmidt, Generalsekretärin der Universität der Großregion, eröffneten die Konferenz. Der Auftakt machte deutlich, wie wichtig die langjährig gewachsenen Verbindungen in der Großregion, aber auch neue Austauschformate wie ECHO für Wissenstransfer, Vernetzung und gemeinsame Lösungen in der Kreislaufwirtschaft sind:

“Circularity is not the challenge of any one discipline. It calls for cooperation across fields, institutions and borders. And the Greater Region, with its close academic, economic and cultural ties, offers an excellent environment in which to advance that cooperation.”
Universitätspräsident Prof. Ludger Santen
 
Impulse aus der Praxis kamen von Dr. Nadine Artelt von Saarstahl, die am Beispiel von „Green Steel“ Einblicke in Wandlungsprozesse einer technologischen Schlüsselbranche gab.

 

Fotos: ©Marvin Hey, Ministerium der Finanzen und für Wissenschaft Saarland | Angelique Pal Buy, Dezernat Internationale Beziehungen - UdS

Am zweiten Tag läutete Prof. Dr. Dominik Brodowski, Vizepräsident für Internationalisierung und Europa an der Universität des Saarlandes, das Programm ein. Im Mittelpunkt standen Forschungsbeiträge und eine Postersession, die den Blick für die vielfältigen Facetten der Kreislaufwirtschaft öffneten. Nachwuchsforschende aus unterschiedlichen Fachbereichen präsentierten ihre Projekte.

Die Themen reichten von chemischen Verfahren und der Nutzung von Nebenprodukten über ingenieurwissenschaftliche und konstruktionstechnische Ansätze bis hin zu ökonomischen Indikatoren und Geschäftsmodellen sowie der Wiederverwertung von Plastik und Stahl.

Ein besonderes Highlight bot die Plastikwerkstatt Pop Up Cycle der Universität Trier: Hier konnten die Teilnehmenden selbst erleben, wie aus recyceltem Kunststoff neue Alltagsgegenstände entstehen, und dabei pädagogische Ansätze zur Vermittlung von Kreislaufwirtschaft kennenlernen.

 

Organisiert wurde das Symposium von Prof. Dr.-Ing. Frank Mücklich, Dr. Flavio Soldera und Paulina Urueta Morales von der European School of Materials (EUSMAT) in Zusammenarbeit mit dem Projekt UniGR-CIRKLA sowie von Eva-Maria Hengsbach und Aylin Suhrborg vom Dezernat Internationale Beziehungen der Universität des Saarlandes.

Getreu dem ECHO-Motto „Connecting minds for a resonating future“ bot das Symposium zahlreiche Gelegenheiten zur fächerübergreifenden und internationalen Vernetzung – ein Aspekt, den auch die Teilnehmenden als besonders positiv hervorhoben:

“What I find particularly inspiring is the diversity of people’s backgrounds and the different perspectives that have come together here on the topic of the circular economy.” - Aquileo Piracoa Hernandez, Universidad Nacional de Colombia

 

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