„Ohne kreislauffähige Werkstoffe keine Kreislaufwirtschaft“

Unter diesem Titel erschien kürzlich ein spannendes Interview mit Prof. Dr.-Ing. Frank Mücklich in der Frankfurter Allgemeine Zeitung. Darin betont er die Schlüsselrolle von Materialien für den erfolgreichen Übergang zur Kreislaufwirtschaft und erklärt, wie Ressourcen dank modernster Materialforschung effizienter genutzt werden können.

⚡Seine Botschaft: Produkte müssen von Anfang an für ein geschlossenes Kreislaufsystem konzipiert werden. Über klassisches Recycling hinaus gilt: früh im Lebenszyklus ansetzen und Bestandteile so lange wie möglich funktions- und einsatzfähig halten - das Prinzip „slow down the loop“, umgesetzt durch Strategien wie:

  • Redesign: modulare Bauweise für einfache Rückgewinnung
  • Repair: Reparaturen zur Verlängerung der Lebensdauer
  • Reuse: Wiederverwendung von Materialien

💡Materialforschung trägt entscheidend dazu bei: Prof. Mücklich arbeitet mit Laserverfahren, die die Struktur von Werkstoffen gezielt verändern, um ihre Funktionalität und Haltbarkeit zu erhöhen.

🚀 Zusammen mit seinem Team an der Universität des Saarlandes bringt er seine Expertise in das Projekt UniGR-CIRKLA ein: Eine Fallstudie untersucht Materialströme in der Großregion – wie Materialien über Grenzen hinweg zirkulieren und welche Erkenntnisse für ihre Wiederverwertung gewonnen werden können.

Mit der CIRKLA Summer School, organisiert durch die European School of Materials (EUSMAT), wurde zudem ein neues, praxisnahes Format geschaffen, das Nachwuchsforschenden Kompetenzen für die Entwicklung ressourcenschonender Lösungen an der Schnittstelle von Forschung und Industrie vermittelt.

Prof. Frank Mücklich, Institutsleiter Lehrstuhl für Funktionswerkstoffe an der Universität des Saarlandes, ©UdS
©Universität des Saarlandes

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