Forschung  & Praxis

Ressourcen & Know-How verbinden

Die Kreislaufwirtschaft ist ein zentraler Baustein des Europäischen Green Deal und entscheidend für eine nachhaltige und sichere Rohstoffversorgung in Europa.
Die Umsetzung in der Großregion ist jedoch strukturell komplex: Vier Länder bedeuten unterschiedliche Gesetze, Branchenstandards und Transformationsgeschwindigkeiten.

Gleichzeitig machen Materialströme und Produktionsketten nicht an Landesgrenzen halt. Sie sind eng verwoben und lassen sich nur schwer in ihrer Gänze abbilden.


Kreislaufwirtschaft umspannt Räume, Systeme und Akteure.
Erschließen wir sie mit UniGR-CIRKLA.

Um diese Verflechtungen sichtbar zu machen und fundierte Entscheidungen in Wirtschaft, Politik und Verwaltung zu unterstützen, braucht es eine gemeinsame Wissensbasis: belastbare Daten, valide Modelle und vergleichbare Bewertungsansätze. So lassen sich grenzüberschreitende Entwicklungen analysieren, regionale Potenziale erkennen und die Besonderheiten der einzelnen Teilregionen systematisch einbeziehen.


Best Practices

Fallstudien aus der Bau- und Stahlindustrie in Luxemburg, dem Saarland, Rheinland-Pfalz und der Wallonie zeigen Wege zur Umsetzung zirkulärer Prinzipien in wichtigen ressourcenintensiven Anwendungsfeldern auf.

Sie bündeln bestehende Expertise und stärken den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis.


Daten

Durch die Verknüpfung von Produktionsdaten, Geoinformationen und digitalen Modellen können Materialmengen und Stoffströme systematisch erfasst und analysiert werden.

Die gewonnenen Erkenntnisse unterstützen die Entscheidungsfindung entlang des gesamten Lebenszyklus - von Materialauswahl und Konstruktion, über Nutzung und Betrieb bis hin zum Rückbau.


Potenziale

Auf Basis dieser Analysen lassen sich Material- und Rohstoffpotenziale in Gebäuden, Infrastrukturen und industriellen Prozessen identifizieren, bewerten und hinsichtlich ihrer Nutzbarkeit einordnen.

Dabei geht es um vorhandene Materialbestände, ihre Wiederverwendung und Rückgewinnung sowie die Frage, wie Akteure kreislaufbasierte Strategien auf eigene Prozesse, Branchen und Anwendungsfälle übertragen können.


Forschung
im Projekt UniGR-CIRKLA

Gebäude als "Materialbanken"?!

Die Bauindustrie gehört weltweit zu den größten Verbrauchern natürlicher Ressourcen und verursacht gleichzeitig enorme Mengen an Bau- und Abbruchabfällen.

Wie können wir angesichts begrenzter Ressourcen zukünftige Bedarfe decken und die Kreislaufwirtschaft im Bausektor stärken?

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Materialströme in der Großregion - Das Fallbeispiel Stahl

Die Stahlbranche steht vor einer doppelten Herausforderung: Sie verursacht weltweit über 7 % der CO₂-Emissionen und ist zugleich ein unverzichtbarer Werkstoff für Industrie und Technik.
Indem wir Stahlproduktion und zentrale Anwendungsfelder – etwa Windkraftanlagen – systematisch erfassen und über Grenzen hinweg verknüpfen, lassen sich langfristig Recycling- und Wiederverwendungspotenziale erschließen.

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